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Geschichte

Die betriebsfähigen Raddampfer auf dem Zürichsee

Inbetriebnahme des Raddampfers „Stadt Zürich“ (1000 Personen)
Inbetriebnahme des Raddampfers „Stadt Rapperswil“ (1000 Personen)

Zusammen mit dem Flaggschiff, Raddampfer „Helvetia“ (1200 Personen, erbaut 1875) bildeten diese drei Einheiten jahrzehntelang das eigentliche Rückgrat der Zürcher Dampfboot-Gesellschaft. Bis zur Inbetriebnahme des Grossmotorschiffs „Linth“ im Jahre 1952 sind es gleichzeitig die weitaus grössten Schiffe des Zürichsees.
Letzte Fahrt der „Helvetia“.

Das Schiff dient während der G 59 als Restaurant, ist später Unterkunft für Clochards, wird nach Nuolen im Obersee geschleppt, wo es schliesslich vollständig verrottet und später abgebrochen wird.
Das Eidg. Amt für Verkehr macht den Weiterbetrieb des DS „Stadt Rapperswil“ von umfangreichen Renovationsarbeiten abhängig. Die ZSG sieht keine Möglich-keit, das Schiff aus eigener Kraft zu retten. Sie beschliesst die Verschrottung der Einheit ohne Ersatz. Bildung eines Aktionskomitees zur Erhaltung der Raddampfer auf dem Zürichsee.
Gründung der „Aktion pro Raddampfer“ (ApR).
Eine ausserordentliche Generalversammlung der ZSG beschliesst die Erhöhung des Aktienkapitals zur Sanierung der Gesellschaft und zur Renovation des DS „Stadt Rapperswil“.

Die Kapitalzeichnung von Privaten ergibt 1 Mio. Franken, die ausschliesslich für die Renovation bestimmt sind.
Das DS „Stadt Rapperswil“ wird auf Helling genommen und gründlich überholt.
Erstlingsfahrt nach Rapperswil unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung, besonders der Rosenstadt.
Das Eidg. Amt für Verkehr macht auf den schlechten Zustand des DS „Stadt Zürich“ aufmerksam und verlangt eine umfassende Überholung.

Verwaltungsrat und Generalversammlung der ZSG beschliessen einen Kredit von Fr. 200'000 für dringende Renovationsarbeiten.
Ein Teil dieser Arbeiten ist ausgeführt; das Schiff erhält eine weitere Betriebsbe-willigung von fünf Jahren. „Dampferfäscht“ am Seeufer in Zürich zur Erhaltung des Schiffs auf längere Sicht. Ertrag trotz schlechten Wetters Fr. 225'000!
Das DS „Stadt Zürich“ erfährt wesentliche Komfortverbesserungen: Eine neue Freideckbestuhlung und die teilweise Verglasung des Oberdecks. Dank weiterer Spenden von privater Seite sowie der „ApR“ von gegen Fr. 100'000 erfahren Salon und Oberdeck-Kabine (sog. Rauchsalon) eine gründliche Erneuerung.
Der Verwaltungsrat der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft fällt den Grundsatzent-scheid zur Erhaltung beider Dampfschiffe.
Das Eidg. Amt für Verkehr macht die weitere Erteilung der Betriebsbewilligung für das DS „Stadt Zürich“ von einer grösseren Teilrevision des Schiffes abhängig, u.a. Teilersatz der Schalenbleche, Spanten und Schottwände sowie den Einbau einer Fäkalientank-Anlage und Revision der Kessel, Ersatz der Siederohre. Die Kosten werden, ohne Eigenleistung des ZSG-Personals von ca. Fr. 130'000, auf Fr. 600’000 veranschlagt. Die Leitung der ZSG versucht, die Erhaltung des Dampfers ohne Subventionen sicherzustellen. Die „ApR“ engagiert sich bei der Mittelbeschaffung.
Zweite Teilrevision des DS „Stadt Zürich“ für Fr. 950'000. Der Zustand ist nun desjenigen des DS „Stadt Rapperswil“ ebenbürtig.
150 Jahre Dampfschifffahrt auf dem Zürichsee. Sonderaktion für die Totalrevision des DS „Stadt Rapperswil“. Aktion „Lasst mich weiterdampfen“ mit breit abgestütztem Patronatskomitee der politischen Behörden und der „ApR“ (Symbolischer Verkauf von Schiffsteilen).
Umbau des DS „Stadt Rapperswil“, Neubekesselung. Dieses Schiff wird als erster Raddampfer auf Schweizer Seen unter Mitwirkung der Denkmalpflege historisch renoviert, wo immer möglich wird der Originalzustand von 1914 wieder hergestellt. Durch technische Verbesserungen kann der Mannschaftsbestand um 2 Einheiten auf sechs Mann reduziert und der Oelverbrauch um einen Viertel gesenkt werden.
Totalrevision des DS „Stadt Zürich“ in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege für Fr. 2'950'000. Die „ApR“ steuert Fr. 100'000 für die Komfortverbesserung bei. Das Schiff wird auf den technischen Stand des Schwesternschiffs „Stadt Rapperswil“ gebracht.
Der Verwaltungsrat der ZSG beschliesst die Modernisierung der beiden Raddampfer. Einbau einer leistungsfähigen Küche, neue Verglasung des Oberdecks und neues Erstklassrestaurant. Die Mittel von 2 bis 2,5 Mio sind von der „ApR“ durch eine Sammlung zu beschaffen. Bis Mitte 2003 sind über 2,4 Millionen zugesichert.
Umfassende Renovation des DS „Stadt Zürich“: Einbau einer neuen Küche im Schiffsrumpf, Ersatz und Erweiterung der Stromversorgung, Einbau eines Warenlifts zwischen Küche und Oberdeck, Sanierung des 2.-Klass-Deck, Neugestaltung des Oberdecks (1. Klasse) mit Verglasung und Einbau eines Behinderten-WC.
Auf Grund der Erfahrungen mit dem Umbau des DS „Stadt Zürich“, wird die Sa-nierung des DS „Stadt Rapperswil“ leicht angepasst. Das in der Originalsubstanz besser erhaltene Schiff wird zu einem Sommerdampfer umgebaut. Im Oberdeck wird der gedeckte Teil nicht wie beim DS „Stadt Zürich“ mit einer Glasschiebetüre zum Heck abgetrennt, sondern bleibt offen. Dadurch entsteht ein grösserer Raum, der bei schlechter Witterung ohne Probleme mit einem durchsichtigen Verdeck vor Regen geschützt werden kann. Weiter gibt es im Oberdeck eine Ausgabestation anstelle eines grossen Buffets.